DIE GESCHICHTE
Vom 17. Jahrhundert bis heute
Die Villa Premoli ist eine venezianische Villa aus dem 17. Jahrhundert, die am Fuße des Monte Tomba liegt, nur wenige Minuten von Possagno entfernt, dem Heimatort des großen Antonio Canova, Schöpfer von Meisterwerken der Bildhauerkunst wie den berühmten Statuen „Amor und Psyche“, „Die drei Grazien“, „Paolina Borghese“ und vielen weiteren Schönheiten, die in der nahegelegenen, nach ihm benannten Gipsoteca aufbewahrt werden.
Die Villa, die einst im Besitz der Familie Bianchi war – Unternehmer im Wollhandel, die bereits seit dem 15. Jahrhundert im Dorf Obledo ansässig waren –, wurde über die weibliche Linie vererbt und ging so in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in den Besitz der Adelsfamilie der Grafen Premoli über, von der Enrico Spagnolo, der derzeitige Eigentümer zusammen mit seiner Frau Paola, abstammt.
Das dreistöckige Hauptgebäude ist von einem italienischen Garten mit einem alten venezianischen Brunnen, den Stallungen und einer sehenswerten Barchessa mit Loggia umgeben, von der aus man auf die Hügel von Asolo blickt. Nicht zu vergessen ist ein stimmungsvoller Weinkeller, dessen Ursprung durch eine hier eingemeißelte Jahreszahl belegt ist, die ihn auf das Jahr 1679 zurückführt.
Der älteste Teil der heutigen Villa, der den typischen Grundriss eines venezianischen Hauses aufweist, ist in einen zentralen Durchgangssalon mit vier seitlichen Räumen unterteilt.
Vor der Villa erstreckt sich der traditionelle „Brolo“, also das Gelände, das früher für den Anbau von Obst, Pflanzen und Gemüse genutzt wurde und in der Villa Premoli den Namen „Cioère“ trägt, abgeleitet von „Chiodère“ – dem Ort, an dem früher hölzerne Rechen mit nagelförmigen Enden zur Wollverarbeitung verwendet wurden.
Heute wird das Obstgartenareal als Weinberg bewirtschaftet, auf dem Enrico mit viel Leidenschaft einen Prosecco Asolo DOCG mit Bio-Zertifizierung herstellt, das Aushängeschild des Anwesens.